Mittwoch, 8. Januar 2020

Neuausrichtung

Vor sieben Monaten habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Das war zwar nicht mein erster Anlauf, das letzte Mal war aber doch so lange her, dass ich im Grunde ein blutiger Anfänger war. Einige der - vielleicht unvermeidlichen - Fehler will ich hier zusammenfassen, damit andere sie nicht wiederholen oder zumindest nicht von ihnen überrascht werden.

Mit Space Calls habe ich einen Namen für den Blog gefunden, der nahezu ideal zu dem Projekt gepasst hat, an dem ich damals gerade gearbeitet habe und auch immer noch arbeite - einem Webcomic, der von einem Videochat zwischen zwei Besatzungsmitgliedern eines Raumschiffs handelt. Das war unter anderem auch meinen noch etwas begrenzten Zeichenkünsten geschuldet, denn ich kann menschliche Figuren am besten genau von vorne zeichnen. Ich habe dann aber schnell gemerkt, dass schon die nächsten Geschichten auch etwas andere Ausgangssituation haben könnten, ohne dass die Figuren dafür zwangläufig aus vielen verschiedenen Perspektiven dargestellt werden müssten. Damit hätte der Blogtitel dann aber schon sehr schnell nicht mehr zu den dargestellten Inhalten gepasst.

Ironischerweise hat es dann aber gerade die erste, eigentlich auf Schlichtheit ausgelegte Geschichte erfordert, einige komplexe Details zu zeichnen, weswegen sich die Veröffentlichung in der Folge hingezogen hat - bis zu diesem Moment hatte ich monatelang nichts gepostet. Ich habe in der Zwischenzeit zwar an anderen Dingen gearbeitet, diese hätten aber thematisch wiederum zu wenig zum Motto dieses Blog gepasst, um sie hier zu veröffentlichen.

Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass bis heute niemand diesen Blog gefunden hat und damit die Hauptmotivation für seine Einrichtung - nämlich Feedback zu meiner Arbeit zu bekommen - nicht befriedigt wurde. Bei der Beschäftigung mit der Frage, wie ich Besucher auf meine Seite locken könnte, bin ich darauf gestoßen, dass Links von anderen Internetseiten praktisch unerlässlich sind, um gefunden zu werden. Bei kreativen Inhalten führt im Grunde sogar kein Weg daran vorbei. Tatsächlich bieten viele Internetseiten die Möglichkeit, sich in Gästebüchern oder ähnlichem einzutragen, wobei man auch immer eine Internetadresse angeben kann. Alle Seiten, die ich selbst regelmäßig besuche und die auch thematisch zu meiner Arbeit passen und damit Besucher in meinen Blog locken könnten, sind jedoch englischsprachig. Die meisten Besucher, die so auf meinen Blog kämen, würden die Inhalte also gar nicht verstehen.

Sicher wäre es möglich, den Namen des Blogs zu ändern, vielleicht sogar die URL. Neue Posts könnte ich auch auf englisch verfassen. Allerdings hätte ich aber keine große Lust, die alten zu übersetzen. Der Sprachwechsel würde Leser beim Runterscrollen nur verwirren. Dinge wie das Datumsformat kann man schließlich nur global verändern, so dass dann über den alten deutschsprachigen Einträgen ein englisches Datum stehen würde. Das alles fand ich wenig zufriedenstellend, weswegen ich mich entschieden habe, einen neuen Blog zu beginnen.

Ab sofort wird neben anderen Inhalten auch die Besatzung der Interface auf Word Art zuhause sein.

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